Automatisieren und Vernetzen mit Industrie-PC
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14.06.2004 |
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Router
Große Netzwerke wie das Internet bestehen aus vielen kleineren Teilnetzwerken. Die Verbindung der verschiedenen Netze wird durch spezielle Rechner hergestellt. Das sind, neben Bridges, Switches und Gateways, im Internet vor allem Router. Diese haben die Aufgabe, Daten zwischen Rechnern in verschiedenen Netzen auf möglichst günstigen Wegen weiterzuleiten. Zum Beispiel wenn Rechner 1 im Netz B Daten an Rechner 2 im Netz C schicken möchte.


Netz B Netz C
Quelle: emperor.heavengames.com/ faq/security
Router verbinden, im Gegensatz zu Bridges, in OSI-Schicht 3 (Netzwerk Schicht) auch Netze unterschiedlicher Topologien. Sie sind Dreh- und Angelpunkt in strukturiert aufgebauten LAN- und WAN-Netzen. Mit der Fähigkeit, unterschiedliche Netztypen sowie unterschiedliche Protokolle zu routen, ist eine optimale Verkehrslenkung und Netzauslastung möglich. Routing wird erst dann erforderlich, wenn Kommunikation zwischen Stationen in unterschiedlichen Subnetzen erfolgen soll. Sie sind nicht protokolltransparent, sondern müssen in der Lage sein, alle verwendeten Protokolle zu erkennen, da sie Informationsblöcke protokollspezifisch umsetzen. Klassische Beispiel in Heim-Netzen sind die ISDN- oder DSL-Router, welche die Verbindung zum Provider herstellen.

Quelle: selnetgroup.com
Bevor ein Router ein Paket mit einer bestimmten IP-Adresse weiterleiten kann, muß er für diese Adresse zunächst den Weg durch das Netz zum Zielrechner bestimmen. Das geschieht mit Hilfe spezieller Protokolle wie ARP, RIP, OSPF, EGP/BGP. Er arbeitet also nicht wie die Bridge oder der Switch mit den Adressen der MAC-Ebene. Dieses hat den Vorteil, das ein Host nicht die MAC-Adresse des Empfängers wissen muß, um diesem eine Nachricht zu übermitteln. Die Adresse der Netzwerk-Protokollebene, z. B. IP genügt. Dieses Weiterleiten von Daten anhand einer Tabelle heißt Routen. In der Routingtabelle ist aber nicht der gesamte Weg zu einem Rechner mit einer bestimmten IP-Adresse gespeichert. Vielmehr kennt der einzelne Router nur die nächste Zwischenstation (engl. next hop) auf dem Weg zum Ziel. Das kann ein weiterer Router oder der Zielrechner sein.
Der Router besteht, wie ein Computer auch, aus CPU und Speicher. Dazu kommen mehrere Netzwerkadapter, die eine Verbindung zu jenen Netzen herstellen, die mit dem Router verbundenen sind. Die Adapter sind meist über einen Systembus mit der CPU des Routers verbunden. Die CPU wiederum hält im Hauptspeicher des Rechners die Routingtabelle vor.

Quelle: self made
LAN Interfaces:
Die meisten Router haben ein oder mehrere LAN-Interfaces, je nach Topologie für
Token-Ring, Ethernet, 100BASE-T Fast Ethernet, FDDI oder auch ATM. Für den
Anschluß entsprechender Medien sind entweder alternativ nutzbare Ports (z.B.
Ethernet AUI, BNC, RJ45) vorhanden oder der Anschluß ist als Einschub realisiert
und kann daher den Erfordernissen angepaßt werden.
WAN Interfaces:
WAN-Leitungen werden von unterschiedlichen Anbietern mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten angeboten. Entsprechend variieren die Kosten und die
Schnittstellen. Für kleinere Anbindungen (z.B. Workgroups) werden Verbindungen
mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 64 Kbit/s empfohlen. Es gibt natürlich
Applikationen, wo eine geringere Übertragungsrate ausreicht. Werden höhere
Übertragungsraten benötigt, so bietet sich die in Europa übliche E1-Verbindung
(im Prinzip ein ISDN Primärmultiplexanschluß) mit einer Übertragungsrate von 2048 kbit/s an. Router haben einen oder mehrere WAN-Ports, die entweder fest
eingebaut sind oder bei modularen Modellen mit entsprechenden
Schnittstellenmodulen aufgerüstet werden können. Übliche physikalische
Schnittstellen für Synchronbetrieb sind RS449, V.35 und X.21, für asynchronen
Betrieb das RS232-Interface. Für den Anschluß an ISDN wird die S0-Schnittstelle
verwendet.
Thomas Kohley
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