Automatisieren und Vernetzen mit Industrie-PC
:: Stand ::
04.06.2004 |
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Ganz in der Tradition der Outlaws früherer Zeiten verständigen sich heute Hacker von Funknetzen häufig per Symbolsprache.
Das Hacken von Systemen, also das Einklinken in eine Unternehmens-IT ohne Wissen der Verantwortlichen, ist heute nicht mehr an ein stilles Kämmerlein gebunden. So genannte "Wardriver" sind Notebook-bewehrt unterwegs, um sich in ungeschützte Funknetze (Wireless-LANs) einzuklinken. Die Chancen fündig zu werden stehen gut. Auf "freier Wildbahn" sind sie höchst erfolgreich, oft geleitet durch eine eigene Zeichensprache, die Hinweise zu Wireless-LANs gibt.
Zum Hintergrund: Gesellschaftlichen Gruppen am Rande der gemeinhin geltenden Regeln oder gar der Legalität haben zu Kommunikation schon oft eigene Zeichensprachen entwickelt. Mit Kreide auf Häuser gemalte "Zinken" informierten Bettler und Gauner früher zum Beispiel darüber, wo ein Einbruch lohnt, die
"Hobo Signs" der amerikanischen Zug-Tramper gaben Auskunft über Schlafstellen, Essen und Befindlichkeiten. Heute sind es die Hacker der WLANs, die sich ganz in alter Tradition per Kreidezeichen über Löcher in Funknetzen informieren. Per Warchalking (die Website http://www.warchalking.org oder http://www.warchalking.de.vu gibt Auskunft über verwendete Symbole) wird zum Beispiel über offene Nodes und ihren genauen Standpunkt informiert, ebenso über Bandbreiten und mögliche Gefahren für Hacker durch Überwachungsroutinen. Systemverwalter von Wireless-LANs sollten also nicht nur den Monitor, sondern auch die Wände von Gebäuden gut im Auge behalten. Verdächtige, mit Kreide oder Filzschreiber aufgebrachte Zeichen braucht man dennoch nicht nur negativ zu sehen. Denn sie lassen sich gut als kostenlosen Hinweis durch "Leute vom Fach" verstehen, dass Handlungsbedarf in puncto Wireless-LAN-Sicherheit besteht.
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